Follower wiederholen einen Trade, konnen aber einen anderen Preis erhalten: Das Gesamtvolumen lauft uber mehrere Orderbuch-Level, und der Durchschnittspreis verschiebt sich. So entsteht Slippage im Copytrading.

Wir haben diesen Effekt anhand von 240 offentlichen BTC-Orderbuch-Snapshots uberpruft. Die Berechnung basiert auf der angezeigten Liquiditat, ohne tatsachliche Orders zu senden.

Wie wir Slippage anhand der Orderbuchtiefe gemessen haben

Am 21. August 2026 sammelten wir jeweils 60 Orderbuch-Snapshots des unbefristeten BTC-Futures bei Binance, Bybit, OKX und Hyperliquid. Die gesamte Serie dauerte 10 Minuten und 22 Sekunden.

Fur jeden Snapshot berechneten wir den volumengewichteten Ausfuhrungspreis (VWAP) fur Kauf und Verkauf in Hohe von $1.000, $10.000, $100.000 und $500.000 und verglichen ihn mit dem Preis in der Mitte des Spreads. Insgesamt ergaben sich 1.920 Berechnungen.

Wie die Ordergro?e die Slippage beeinflusst

Fur jede Gro?e bestimmten wir separat den hochsten Medianwert und das 95. Perzentil (p95) unter den vier Borsen und zwei Handelsrichtungen. Der Median zeigt die Mitte der Verteilung. p95 markiert die Grenze, unterhalb der 95 % der Beobachtungen liegen. Werte in einer Zeile konnen sich auf verschiedene Borsen oder Richtungen beziehen.

1 bp = 0,01%.

Modell-Ordergro?e Hochster Median, bp Hochster p95, bp
$1.000 0,065 0,392
$10.000 0,065 1,084
$100.000 0,070 1,623
$500.000 0,837 2,110

Bis $100.000 anderte sich der Median kaum. Doch der obere Bereich der Verteilung wuchs fruher: Bereits bei $10.000 wich der hohe p95 deutlich vom Median ab.

Der hochste p95 in der Tabelle liegt bei 2,110 bp fur einen Modellkauf von $500.000. Das entspricht etwa $105,52 Differenz zwischen dem Preis in der Mitte des Spreads und dem berechneten Durchschnittspreis der Order. Dies ist keine Gebuhr und keine Prognose der Kunden-Slippage.

Warum das Modell keine teilweise Ausfuhrung der Order vorhersagt

Alle 1.920 Berechnungen fanden ausreichend angezeigte Tiefe, doch eine echte Order kann dennoch nur teilweise ausgefuhrt werden. Das offentliche Orderbuch zeigt weder die Ausfuhrungsreihenfolge, verborgene Liquiditat, Verzogerungen zwischen Signal und Order, Gebuhren, Funding, Ablehnungen noch Kontoeinstellungen an.

Die Borsen wurden nacheinander abgefragt, und ihre APIs liefern unterschiedliche Tiefen. Deshalb eignet sich die Tabelle nicht fur ein Borsen-Ranking und sagt nichts uber die Ausfuhrungsqualitat von CopyTrader aus.

Wir haben 240 berechnete Beobachtungen, die zusammenfassende Tabelle, das Skript und Prufsummen gespeichert. Aggregationen konnen erneut uberpruft werden. Die ursprunglichen Preis-Level-Datensatze dieser Serie wurden nicht gespeichert, daher kann der genaue historische Verlauf jedes Orderbuchs nicht rekonstruiert werden.

Offizielle Dokumentation: Binance, Bybit, OKX und Hyperliquid.

Die Untersuchung wurde vom EasyTrading-Team fur CopyTrader vorbereitet. Die Ergebnisse beziehen sich ausschlie?lich auf die Serie, gesammelt am 21. August 2026 von 13:19:03 bis 13:29:24 UTC.

Berechnungen und vier Zeilen der Abschlusstabelle wurden am 22. August 2026 mit der gespeicherten Zusammenfassung erneut abgeglichen.

Der Text dient rein Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Der Handel mit Derivaten und das Kopieren von Trades sind mit dem Risiko eines Kapitalverlusts verbunden. Die Berechnung anhand von Orderbuch-Snapshots bewertet weder das Gesamt-Risiko noch die Rentabilitat einer Strategie und garantiert keinen tatsachlichen Ausfuhrungspreis.

Wie man die Ausfuhrung von Orders von Leader und Follower vergleicht

Im Beitrag zur Kopierbarkeit der Leader-Strategie erklarten wir, warum dessen Trade-Historie nicht zeigt, wie viel Liquiditat ubrig bleibt, wenn der gleiche Signalzeitpunkt von Followern gleichzeitig wiederholt wird.

Vor dem Trade ist es hilfreich, verfugbare Tiefe und zulassige Abweichung zu sehen. Nach dem Trade sollten Durchschnittspreis, ausgefuhrtes Volumen und Endposition bekannt sein.

Je gro?er die Gesamtorder der Follower, desto wichtiger ist es, deren tatsachliche Ausfuhrung mit der des Leaders zu vergleichen, anstatt nur anhand der Handelshistorie des Leaders die Kopierbarkeit zu beurteilen.